Nachhaltigkeit — auch 2017 ein zentrales Thema für die deutsche Süßwarenindustrie.

Für die deutsche Süßwarenindustrie ist ein verantwortungsvoller und schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen eine wichtige Säule, um die Lebensgrundlage künftiger Generationen zu erhalten. Nachhaltigkeit ist ein Teil der Unternehmens-Kultur und Unternehmens-Politik geworden. Freiwillige Nachhaltigkeits-Maßnahmen haben so in vielen Unternehmen deutlich an Bedeutung gewonnen.

Die Unternehmen der deutschen Süßwaren-Industrie haben vielfach eigene Corporate Social Responsibility (CSR)-Programme aufgebaut und nehmen soziale und ökologische Verantwortung wahr.

  Eine Übersicht der Aktivitäten

BDSI-Infografik Anteil Nachhaltiger Kakao 2016

© Quelle: Infografik BDSI
Im Jahr 2016 lag der Anteil an nachhaltig erzeugtem Kakao in den in Deutschland verkauften Süßwaren bei 45 %.

Viele Süßwarenunternehmen berücksichtigen beim Einkauf von Rohstoffen ökomomische Aspekte in Verbindung mit ökologischen und sozialen Standards. Der Dachverband der europäischen Süßwaren-Industrie CAOBISCO hat mit den »Responsible Sourcing Guidelines«  – einen Leitfaden zur nachhaltigen Rohstoffbeschaffung für die Süßwarenindustrie erarbeitet. In diesem Leitfaden werden Mindeststandards definiert die Unternehmen in ihre Verträge mit den jeweiligen Lieferanten entlang der gesamten Lieferkette bis hin zum Ursprung aufnehmen können. Darüber hinaus beteiligen sich zahlreiche Hersteller an Projekten in den Ursprungsländern und wirken so aktiv an der Verbesserung von Arbeits- und Lebensbedingungen von Bauern und ihren Familien mit.

Die Süßwarenindustrie in Deutschland engagiert sich zudem bei dem im Sommer 2015 gestarteten Projekt »PRO-PLANTEURS«. Dieses ist das erste gemeinsame Projekt des Forum Nachhaltiger Kakao  mit der Regierung der Republik Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) in Westafrika. Ziel ist es, 20.000 kakaoproduzierenden Familienbetrieben und ihren Kooperativen in den östlichen und südöstlichen Regionen des Landes eine bessere landwirtschaftliche Anbaupraxis zu vermitteln, um so die Ernteerträge und damit auch die Einkommen zu steigern. Gleichzeitig soll die Ernährungs- und Lebenssituation der Kakaobäuerinnen und -bauern und ihrer Kinder insgesamt verbessert werden.
Außerdem soll das Projekt dazu beitragen, dass der Kakaoanbau auch für junge Kakaobauern und -bäuerinnen wieder attraktiver wird und sie im Kakaoanbau ihr Auskommen finden. Erst vor kurzem überzeugte sich Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, vor Ort von dem erfolgreichen Projekt.

Leuchtturmprojekt 2016 für nachhaltige Entwicklung

Nachhaltige Lieferkette Kakao

Das Forum Nachhaltiger Kakao ist ein Leuchtturm für Nachhaltigkeit. Von 2011 bis 2016 ist der Marktanteil von nachhaltigem Kakao von 3 auf 45 Prozent gestiegen. Das große Ziel: Bis 2020 gilt es, 50 Prozent des Kakaos aller in Deutschland verkauften Süßwaren nachhaltig zu produzieren. Das wäre ein Meilenstein für Bauern, Verbraucher und Industrie. Wie erfolgreich die Initiative bereits ist, zeigt ihre aktuelle Bilanz.

Soziale und ökologische Verpflichtung

Die Situation der Kleinbauern in den Anbauländern soll wirksam verbessert werden. Daher ist es wichtig , den Anteil von nachhaltig erzeugtem Kakao weiter zu erhöhen.

"Unser Ziel ist es, mittelfristig eine nachhaltige Lieferkette Kakao zu erreichen. Hierzu müssen alle beteiligten Akteure ihren Beitrag leisten."Wolf Kropp-Büttner, Vorsitzender des Forum Nachhaltiger Kakao

Das Besondere: Das Forum Nachhaltiger Kakao verbindet soziale und ökologische Verantwortung mit ökonomischen Interessen, und zwar erfolgreich.

Weitere Informationen zum "Leuchtturmprojekt 2016 für nachhaltige Entwicklung" finden Sie unter:
Bundesregierung: "Leuchtturmprojekt 2016 für nachhaltige Entwicklung" 

Forum Nachhaltiger Kakao Projekt: PRO-PLANTEURS Baseline-Studie (November 2016)
Studie über Bauernfamilien und ihre Lebensbedingungen in der PRO-PLANTEURS Region

Im Februar 2016 erfasste die Como Consult GmbH im Auftrag von PRO-PLANTEURS die genauen Bedingungen des Kakaoanbaus und der Lebensverhältnisse der Bauernfamilien aus den Projektregionen Abengourou, Aboisso und Agboville in Côte d’Ivoire.
800 Interviews mit Bauern und Bäuerinnen, 8 Fokusgruppen mit Familien- und Gemeindevertretern und Gespräche mit ausgewählten Akteuren der Kakaowirtschaft generierten eine Anzahl von qualitativen sowie quantitativen Daten, die die Ausgangslage für die Projektmaßnahmen abbilden. In fünf weiteren Themenblöcken wird über zukunftsrelevante Fragen für die Bauern diskutiert.

Das Abstract der Studie können Sie PRO PLANTEURS/Abstract BaselineStudie.pdf  abrufen.

Zur kompletten Studie gelangen Sie PRO PLANTEURS/Baseline Studie.pdf .

PRO PLANTEURS Annex V finden Sie PRO PLANTEURS/Baseline Power Point Presentation  in PDF Format.


Wir über uns

Das Info-Zentrum Schokolade ist eine Einrichtung der Produktgruppe Schokolade, Schokoladewaren und Kakao im Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie e.V., Bonn.

Wir sind Kontaktstelle für Journalisten, Autoren und Redakteure der Print-, Hörfunk- und TV-Medien als auch Informationsquelle für Lehrer aller Schultypen, Studenten, Handelsorganisationen und interessierte Verbraucher.

Kontakt

 Telefon: +49 (0)2202. 124 010 -2
 Email: 
 Website: www.schokoinfo.de

 Logo Infozentrum Schokolade

Infozentrum Schokolade

Untere-Conrad-Valdor-Str. 16
51519 Odenthal
Deutschland