BDSI begrüßt Absage von Bundes-Ernährungsminister Schmidt an Strafsteuern, Verbote und Co.

Bundesernaehrungsminister Christian Schmidt, MdB

© Foto: BDSI, Mitgliederhauptversammlung am 19.05.2017, Nürnberg

Im Rahmen seiner Mitgliederhauptversammlung am 19.05.2017 in Nürnberg konnte der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) Bundes-Ernährungsminister Christian Schmidt, MdB, als Festredner begrüßen. Schwerpunkt seines Vortrages waren aktuelle Themen der Ernährungspolitik.

Wichtig ist aus Sicht des Ministers, dass sich Verbraucher bewusst und frei für einen individuellen Lebensstil entscheiden können. Als Grundlage für selbstbestimmte Verbraucherentscheidungen seien Information, Bildungsangebote und die Schaffung von Transparenz essentiell. Bevormundende Politikansätze wie Strafsteuern auf Lebensmittel hingegen seien nicht der richtige Weg, um den Menschen einen gesunden Lebensstil nahezubringen.

Der BDSI begrüßt die klare Absage des Ministers an Strafsteuern, Verbote und Co. Auch der BDSI-Vorsitzende Stephan Nießner sprach sich dafür aus, dass staatliche Eingriffe und Regelungen im Bereich der Lebensmittelwirtschaft auf Gesundheitsschutz und Gefahrenabwehr sowie den Schutz vor Täuschung beschränkt bleiben sollten. Eigenverantwortung und die Souveränität der Verbraucher dürften jedoch nicht generell in Frage gestellt werden. Maßnahmen, die den Konsum dirigistisch lenken oder den Verbraucher bevormunden, lehnt auch der BDSI deshalb ab.

Der Staat darf und sollte seinen Bürgern nicht die Entscheidung abnehmen, was gut und was schlecht für sie ist. Anstelle von Bevormundung und Einschränkung persönlicher Freiheit sollte die Politik vielmehr Alltagskompetenzen vor allem junger Menschen durch bessere Verbraucherbildung stärken.Stephan Nießner, Vorsitzender des BDSI

Eine wesentliche Aufgabe auch für die Lebensmittelwirtschaft besteht darin, die Verbraucher aufzuklären, zu informieren und ihre Kompetenz auf dem Feld der Ernährung zu stärken.

Dies gilt insbesondere für Kinder und Jugendliche. Neben den vielen bereits bestehenden gesetzlichen Vorgaben ist wettbewerbliche Vielfalt der beste Verbraucherschutz, denn die Zufriedenheit der Verbraucher ist existenzielles Interesse eines jeden Unternehmens. Denn Verbraucherinnen und Verbraucher entscheiden mit ihrem Einkauf, welche Produkte im harten Wettbewerb bestehen können und welche nicht.


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